Samstag, 21. September 2019

Kluger Analytiker mit warmem Herzen

OStD. Wittkugel geht nach zwölf Jahren Schulleitung an der PGS im Sommer 2019 in den Ruhestand

PG-Schüler holt ersten Platz bei "Jugend forscht"


Bericht über die Wiederherstellung der Arp Schnitger Orgel Oederquart 2013-2017


Von Wolf-Christian von Uslar-Gleichen
Als ehemaliger Internatsschüler der Paul-Gerhardt-Schule, Abiturjahrgang 1964, bin ich der Bitte von Rolf-Erich Wandhoff gerne nachgekommen, über meine Sponsorentätigkeit für Oederquart zu berich-ten. Nach meinem Schritt in den Ruhestand 2009 zogen wir von Neuss nach Oederquart. Das ist ein kleines Dorf mit rund 1.200 Einwohnern in Kehdingen, gehört zum Landkreis Stade und liegt an der Nie-derelbe, bäuerlich geprägt, ehemals mit eigener Superintendentur. Sehenswert ist die spätgotische St. Johanniskirche mit ihrem Altar, der holzgeschnitzte Darstellungen aus dem Marienleben zeigt, die noch aus der vorreformatorischen Zeit stammen, als hier ein Marienwallfahrtsort war. 
Der Marienaltar aus dem 15./16. Jh.

Berühmter ist indes die Orgel, die Arp Schnitger 1678-1682 schuf. Es ergab sich 2013/14, daß aus EU Fördermitteln eine Restaurierung der Orgel denkbar erschien, sofern die Kirchengemeinde den Eigenbeitrag zusammenbrächte. Vom Oederquarter Kirchenvorstand wurde ich deshalb 2013 gebeten, mich um Spenden zu bemühen. In Unkenntnis, was es bedeuten würde, habe ich die Aufgabe leichten Herzens übernommen, da mir mein Vetter, ehemaliger Kulturdezernent der Bundeshauptstadt Bonn, von der Kulturstiftung der Bundesländer in Berlin berichtete, die für die Finanzierung solcher Aufgaben prädestiniert sei, da der Finanzierungsbedarf mit 750.000 € unter einer Million liege. Für Finanzierungssummen über 1 Mio € ist die Bundeskulturstiftung zuständig.
Entsprechend der Empfehlung meines Verwandten gründete ich einen gemeinnützigen nicht eingetragenen Verein, besorgte zum Nachweis des öffentlichen Interesses an der Maßnahme einen Schirmherrn in Gestalt des  Landrats des Kreises Stade und über meinen Schwager, Professor der Musikwissenschaft in Weimar, ein Gutachten zu Sinn und Zweck der Wiederherstellung einer Barockorgel in der struktur-schwachen, ländlich bäuerlichen Niederelbe- Marschlandschaft. Alles hing daran, die mit 100.000 € in Aussicht gestellte Förderung aus EU Strukturfondsmitteln zu gewinnen, die einen Eigenanteil der Kirchengemeinde von ca 30.000 € voraussetzte. Zwar gab die ev.luth. Landeskirche Hannover sofort die Zusicherung, daß sie sich zu einem Drittel an den Kosten der Gesamtmaßnahmebeteiligen werde, aber bereits das zuständige Kreiskirchenamt Stade versuchte, mit allen Mitteln den Plan zu durchkreuzen, da die Kirchengemeinde mit gut 1.000 Seelen, alle Konfirmanden bereits eingerechnet, keine eigenen Gelder habe und für seine Etataufgaben auf die landeskirchlichen Zuweisungen angewiesen sei. Die Klippe des Eigenbeitrages konnte umschifft werden, indem es gelang, die Klosterkammer Hannover ins Boot zu bekommen, deren Beteiligung als Eigenmittel gewertet wurde und weil wir in der Anfangseuphorie rund 12.000 € hier sammeln konnten. In dieser Phase kam es dann durch Vermittlung meines Vetters zu der so hoffnungsvoll erwarteten Begegnung in Berlin mit der Generalsekretärin der Kulturstiftung, Frau Pfeiffer-Poensgen, der jetzigen Kultusministerin in Nordrhein-Westfalen. Das Gespräch war sehr freundlich, aber brachte im Ergebnis nur Namen von in Frage kommenden Stiftungen, die anzusprechen seien und ein kostenloses Abonnement der Zeitschrift „Ars Prototo“, dem Mitteilungsblatt der Kulturstiftung. Grund für die Ablehnung war die uns unbekannte Tatsache, daß von der Stiftung nur museumsbezogene mobile Kulturgüter gefördert werden.  Immerhin hatte ich jetzt einige Aufhänger, denn welche unter den gut 20.000 Stiftungen in Deutschland sind auf Orgelrestaurierung ansprechbar?
So habe ich zunächst einmal die genannten Adressen abgearbeitet, die alle nicht zogen, da sie inzwischen ihren Fokus geändert hatten, regional für die Niederelbe aus Satzungsgründen nicht zuständig waren usw. Bei den dann geführten vielen Gesprächen, persönlich oder per Telephon, bekam ich Stiftungsnamen, bei denen ich mit Erfolg antichambrieren konnte. So stand dann schließlich die Finanzierung des I. und auch des II. Bauabschnitts, die von der Orgelbaufirma Rowan West aus Ahrweiler über die Maßen gut ausgeführt wurden. Für die III.  abschließende Stufe mit 275.000 €, welche die Orgel wieder zur Schnitgerschen Registrierung mit 28 Registern, 3 Manualen und Pedal führen sollte, bedurfte es dann nochmal einer Extraanstrengung. Mit Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der Bingo Umweltstiftung, der Stiftung Orgelklang sowie etlicher weiterer Stiftungen konnte auch diese Hürde genommen werden. Sie erbrachten die großen Summen. Wichtig und nicht zuletzt für die Identifikation mit dem Projekt waren die sehr vielen Privatpersonen des Freundesund Bekanntenkreises, die aus der Familie, der Schule, der Universität, aber auch aus dem Kreis meiner Mandanten stammten und aus dem Kreis der hier Ansässigen. Die von uns aufgelegte Pfeiffenpatenschaft hatte ein eher geringes Echo, aber fand Unterstützer weitab von hier  in ganz Deutschland.

 
Ansicht derArp-Schnitger-Orgel Oederquart

Warum das ganze Theater mag man sich fragen? Die Erklärung liegt in Schnitgers Meisterschaft. Er ist unter Orgelfachleuten anerkannt der wohl berühmteste Orgelbauer Deutschlands der Barockzeit, ja Europas, vergleichbar der in Sachsen und im Elsass bekannten Familie Silbermann. Er hat zu Lebzeiten rund 165 Orgeln geschaffen, die in ganz Europa bis nach Russland installiert wurden. Jetzt befinden sich die noch vorhandenen 35 in Deutschland, besonders hier im Elbe-Weser Dreieck und Ostfriesland, aber auch in Holland, Portugal und Brasilien. Sie sind so kostbar und einmalig, daß bedeutende Fachleute deswegen aus Übersee anreisen, um sie zu spielen und zu staunen.  Im jetzt wieder hergestellten fabelhaften Zustand entfaltet die hiesige Orgel eine große Ausstrahlung. Schon mehrere Professoren diverser Musikhochschulen waren mit ihren Orgelstudenten hier, wir werden dann vor deren Abreise mit einem schönen Konzert der Schüler belohnt. Spürbare Auswirkungen hat die Orgel auf das regionale Kulturleben und den Tourismus, dessen Rückgrat der Niederelberadweg darstellt, also die rund 80.000 Nutzer auf der Strecke Hamburg-Cuxhaven. Da ist Oederquart mit der
Aussenansicht der
St.Johanniskirche Oederquart
Nr.4 der noch vorhande-nen Orgeln und einem gut geführten Gasthof einen Abstecher wert, zumal es die einzige Schnitger Orgel Kehdingens ist, im Gegensatz zum Alten Land, welches mehrere bietet, so auch die in Neuenfelde, jetzt zu Hamburg gehörend, wo Schnitger 1719 gestorben ist.
Warum hat ausgerechnet Oederquart sich kurz nach dem 30jährigen Krieg, in dem die Pappenheimer hier verheerend gehaust hatten und die vorhandene Orgel in desolatem Zustand zurückließen, eine solch kostbare Orgel leisten können? Die Erklärung liegt darin, daß hier produziertes Getreide zu sehr
auskömmlichen Preisen nach Hamburg und England verkauft werden konnte. Tragend für die Beauftra-gung Schnitgers waren auch die hier begüterten adligen Familien, die sich jetzt erfreulicher Weise nicht unerheblich haben einbinden lassen. Im Schnitgerjahr 2019, welches zum 300. Todestag des Meisters vielfältig begangen wird, gab es auch in Oederquart einige Konzerte, unter der Verantwortung der Stader Orgelakademie, die immer wieder Exkursionen zu den Orgeln der Region anbietet.

Montag, 4. Juni 2018

Otto Rolf am 29. Mai 2018 verstorben

Otto Rolf 
Die Nachricht macht viele Ehemalige traurig und betroffen. Otto Rolf lebt nicht mehr.
Schon zu seinen aktiven Zeiten an der Paul-Gerhardt-Schule als Leiter des Schulsekretariats (1955 -1987) sehr geschätzt, hielt er bis zuletzt zu uns Ehemaligen zusammen mit seiner Frau die Verbindung. Immer liebenswürdig, gesegnet mit einem glänzenden Gedächtnis, gütig, zugewandt und wohlwollend erlebten wir Otto Rolf und freuten uns jedes Mal auf ein Wiedersehen mit dem 94 –Jährigen. In dieser Woche war das nächste Treffen bei ihm zu Hause angedacht, wenn es denn die Strapazen der mehrfach in der Woche in Einbeck vorgenommenen Dialyse zuließen.
Für seine Frau wird es gewiss besonders schwer sein, das Leben in ihrem Haus in Dassel in der Mozartstr. 10  ohne ihren geliebten Otto allein weiter zu  leben, auch wenn sich ihre Kinder Hans-Joachim und Birgit weiterhin intensiv um sie kümmern werden.

Wir Ehemaligen werden Otto Rolf – der ein Stützpfeiler der „Erinnerung“ für uns Älteren zu unserer Schulzeit von vor mehr als 50 Jahren war – in liebevoller, wertschätzender Erinnerung behalten.
Ausführlich wurde er im Schulbuch 2013 S.36 ff gewürdigt.

von Rolf-Erich Wandhoff

Dienstag, 27. Februar 2018

Schauspieler Ulrich Pleitgen mit 71 Jahren in Hamburg am 21. Februar 2018 an Herzversagen gestorben

Diese Nachricht im Fernsehen und im Radio – mit einer Würdigung des bei Film und Fernsehen bekannten Schauspieler verbreitete sich schnell unter uns Ehemaligen seiner Generation. War Ulrich doch in den 50er und Anfang der 60er Jahre ein besonderer Mitschüler. Schon damals begeisterte der flachsblonde Junge uns Schüler wie auch die Lehrer bei Schulaufführungen auf der Bühne mit seiner Darstellungsgabe!
„Aus dem wird noch einmal etwas“ oder „von dem werden wir nochmals hören!“ hieß es schon damals. Diese Einschätzung bewahrte ihn allerdings nicht davor, dass nach Meinung einiger damaliger Lehrer seine sichtbaren Schwächen in „Mathematik“ nicht mit seinen guten Leistungen in „Deutsch“  ausgeglichen werden könnten. Direkter Anlass war, dass  Uli als pupertierender Junge von ca. 16 Jahren bei Herrn Mittag in einer Mathearbeit ein leeres Blatt – nur mit der spöttischenBemerkung versehen- abgab „Den Seinen gibt`s der Herr im Schlaf“-! Ulrich erhielt nicht nur in dieser Arbeit eine „ungenügend“,  sondern in diesem Fach auch im Zeugnis. Das war nicht ausgleichsfähig und so verließ Ulrich in der 11. Klasse die PGS, die ihm seit dem 10. Lebensjahr zur Heimat geworden war. Er ging zurück  in seine Heimatstadt Hannover, machte dort zunächst eine Bankausbildung und holte dann am dortigen Bismarck-Gymnasium mit zähem Fleiß sein Abi nach.

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Das war Anfang der 60er Jahre und wir Schüler vermissten bei den folgenden Laienspiel-Aufführungen „unsern Uli“, der uns u. a. bei J. B.Molières „eingebildten Kranken“ oder in Goldonis „Der Diener zweier Herren“ auf der Bühne so begeistert hatte.
Ulrich hat in den über 50 Jahren danach immer den Kontakt zu uns Ehemaligen gehalten: im Schulbuch 2010 (S. 38) hat er uns an seine Schulerinnerungen teilhaben lassen. Diese Rückschau auf seine „Zeit in Dassel“ begann mit: „Ich habe mir vorgenommen, nicht anekdotisch zu sein, denn die Geschichten aus dem FLIEGENDEN KLASSENZIMMER und der FEUERZANGENBOWLE kennen wir ja alle mit kleinen Abwandlungen und zusätzlichen Pointen.
Die Internatszeit begann für mich mit 10 Jahren - ich hatte 2 Jahre Heimweh, Sehnsucht nach den Zärtlichkeiten von Großmutter, Mutter und Tante, mit denen ich meine ersten Lebensjahre verbracht habe. Also, rein ins kalte Wasser einer fast militärischen Hierarchie: Direktor, Heimleiter, Erzieher, Lehrer vom Dienst, Schüler vom Dienst - und die "Großen", die die "Kleinen" als Blitzableiter für ungute Stimmungen benutzten und großzügig Prügel austeilten. Schrankkontrollen, Überprüfung der Schuhe und Sohlenprofile auf makellose Sauberkeit, Arbeitseinsatz nach den kleinsten Verfehlungen. Nach dem Mittagessen las der Erzieher vom Dienst (EVD) aus einer Kladde vor, wer von uns "Strafdienst" hatte: Ausmisten des Schweinestalls, Planierungsarbeiten, Entkeimen von Kartoffeln und vieles mehr.

Uli 1960 beim Fasching
als „Charly Chaplin“ 

Uli 1960 beim Fasching als „Charly Chaplin“ Keiner von uns wird die groben Riten vergessen, mit denen Neulinge internatsreif gemacht wurden. Aufnahmeprüfungen wie: Kalte Duschen in voller Bekleidung oder im Schlafanzug mitten in der Nacht - bis zum "Taufen", also untergetaucht werden in der Ilme. Demokratie und Diskussion waren noch weitgehend unbekannt. Schüler, Lehrer und Erzieher gaben sich mit Gehorsam und Fleiß als den größten Tugenden zufrieden….“

Uli 1960 beim Fasching als „Charly Chaplin“
Uli beim Mittelball 1961 – rechts (mit Anne Rewerts, Hans Bock, Sylvia Schubert, Christiane Büchting)
In Wikepedia ist über ihn zu lesen: „Erste Erfahrung als Schauspieler sammelte Pleitgen bereits als Elfjähriger im Dasseler Internats-Theater. Einer Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hannover folgten Engagements am Berliner Schillertheater, den Schauspielhäusern Theater Basel, Bochum und Frankfurt, am Stuttgarter Staatstheater und ab 1980 am Thalia Theater in Hamburg.“
Ulrich Pleitgen in den 60er Jahren
1972 wurde er als bester Nachwuchs-Schauspieler mit dem „Berliner Kunstpreis“ ausgezeichnet, das Fachmagazin „Theater heute“ wählte ihn 1984 zum Schauspieler des Jahres.
Uli beim Mittelball 1961 – rechts (mit Anne Rewerts,
Hans Bock, Sylvia Schubert, Christiane Büchting)
Nach seinem Ausscheiden aus dem Ensemble des Thalia Theaters 1989 widmete sich Ulrich Pleitgen hauptsächlich seinen Rollen in Kino- und Fernsehfilmen.
Ulrich Pleitgen war der "Mann der vielen Charaktere": er schlüpfte als Schauspieler in die unterschiedlichsten Rollen - vom "guten Geist der "Familie Dr. Kleist" bis hin zum undurchsichtigen Kommissar Sander in "K3 - Kripo Hamburg" - beherrschte er die komplette Bandbreite. Seine Fans liebten ihn jedoch auch für seine Darstellung des Wolfgang Schefer in der Serie „Nicht von schlechten Eltern“, für die er 1994 sogar mit dem BAMBI ausgezeichnet wurde.
Neben seiner Bühnenkarriere, die Pleitgen am Hamburger Thalia Theater beendete (1985 bis 1989), war er immer wieder im Kino und Fernsehen zu sehen. Auf der Leinwand war er beispielsweise in dem 1986 mit dem Goldenen Bären ausgezeichneten Film " Stammheim" nach einem Drehbuch von Stefan Aust präsent. Daneben arbeitete er auch als Sprecher für Hörbücher und Hörspiele. Für das Hörbuch "Die Nadel" von Ken Follett erhielt Pleitgen 2016 die Goldene Schallplatte.
Zuletzt  war der Schauspieler in der ARD-Serie 2016 als Großvater und Ökoaktivist in "Immer Ärger mit Opa Charly" zu sehen. Eine Rolle – wie er mir am Telefon berichtet hatte -, die ihm sehr läge. Zu dieser Rolle erklärte er noch vor kurzem, dass er eine Parallele zu sich selbst sehe: "Auch ich habe keine Lust, im Kopf alt zu werden und bin aktiv."
Ulrich Pleitgen in den 60er Jahren
Zuletzt begegnete mir Ulrich Pleitgen Anfang Februar in der Quizz-Sendung von Kai Pflaume „Wer weiß denn sowas“.
Privat stand Ulrich Pleitgen mit beiden Beinen fest auf der Erde. Er war ein gerader Mann, der das offene Wort liebte. Vor allem war er auch ein Familienmensch.
Seit 1975 war er mit seiner Ann-Monika zusammen, seit 1981 mit ihr glücklich verheiratet. Auf  Sohn llja (aus Ann-Monikas erster Ehe mit dem Schauspieler Folker Bohnet) als promovierter Physiker war Ulrich Pleitgen  besonders stolz.
Trotz unsteten Schauspielerleben führte er eine gute Ehe. So erzählte er am Telefon einmal, er vermisse schon seine Ann-Monika, wenn er nur um die Ecke zum Brötchen-Holen ginge.
Sie hatten dieselben Werte und viele Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel war ihnen beiden – obgleich Hamburger Stadtmenschen – ihr Rückzug in ihr niedliches kleines Reetdach-Haus auf dem Lande wichtig. Hier lernte Uli seine Rollen, liebte zu gärtnern oder mit der Säge Holz zu machen. "Holzhacken, regelmäßig Sport mit dem Expander und viel in der frischen Luft." lautete sein Credo. "Ansonsten interessiert mich das Alter nicht. Alter" findet im Kopf statt!“
Er habe durch seinen Beruf schon die ganze Welt gesehen und es verginge kaum eine Woche, in der er nicht vor irgendeiner Kamera stehe oder zumindest eine Lesung auf dem Terminplan habe.

1961 in Dassel: Ulrich Pleitgen rechts (mit seinem Freund Klaus D.)
(Anm. beides war damals auf dem Internats-Gelände untersagt:
Bier und Zigaretten!)

Als er die Schulchronik 2016 der PGS zugesandt erhielt, meldete er sich mit einem langen Telefonat.. Es war zu spüren, wie wichtig für ihn die sechs Jahre im Internat in Dassel gewesen waren. Sie hatten ihm damals als jungen Menschen auch Sicherheit und Stetigkeit gegeben.
"Ich denke auch, dass man als Schauspieler gerade einen großen Hang zur privaten Sicherheit hat, weil man chronisch die beruflich unsichere Zukunft sieht,“ war sein Resümee.
"Treue, Verantwortung und Zuverlässigkeit sind die wichtigen privaten Dinge, wenn man einen so windigen Job ausübt", meinte Ulrich Pleitgen darüber hinaus.

Samstag, 24. Februar 2018

Abschied von der langjährigen Tagungsstätte unserer Ehemaligentreffen in Dassel

Seit 2009 fanden wir Ehemaligen im Erholungsheim „Haus Solling“  eine gute Unterkunft und Tagungsräumlichkeiten. Mit der Entscheidung 2015, dort Flüchtlinge aufzunehmen, mussten wir uns 2017 nach einer anderen Unterbringungsmöglichkeit umschauen und kamen so auf das Hotel „Sollinghöhe“ in Silberborn, das in ihrer Kapazität soeben für uns reichte.
Nun berichtet die Einbecker Morgenpost am 6. Januar 2018  von dem Verkauf des einstigen CVJM-Erholungsheim. Schön, dass wir dort für vier Ehemaligentreffen Gast sein durften. So nehmen auch wir Abschied von diesem Gästehaus in Dankbarkeit:

Samstag, 9. Dezember 2017

Der „Lernfond der PGS" braucht unsere Unterstützung

- alles, was zu schade ist, um weggeworfen zu werden –



Das Lernfondsprojekt startet im Januar 2018 mit einer Auktionsplattform - ähnlich Ebay - im Internet: "Dein Vendo" genannt.

15 Schüler haben sie zusammen mit Kirchenkreissozialarbeiter Marco Spindler - der hier in der Region durch sein diakonisches Engagement einen sehr guten Ruf genießt und die Idee zu dieser Plattform auch ins Lernfondsteam eingebracht hat - und Herrn Burg seit Beginn des neuen Schuljahrs entwickelt.

Gesucht wird "Schönes, Kurioses, Lustiges, auf jeden Fall Werthaltiges", – kurz: alles, was zu schade ist, um weggeworfen zu werden – um es zugunsten des PGS LERNFONDS zu ver- und ersteigern: der Kerzenleuchter, der nie zum Einsatz kam; der Ohrensessel des Erbonkels; der „Rembrandt“, der schon lange im Keller einstaubt, usw. (Kleidung und Lebensmittel natürlich nicht.)

In der näheren Region um Dassel könnten die Hausmeister der Schule die Dinge abholen; weiter weg müsste man ans Zuschicken denken.


Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Lehrkräfte und andere Mitarbeitende der PGS!

Der PGS Lernfonds startet ab Montag, dem 04.12.2017 unter dem Motto „Spenden und Ersteigern“ mit der Internet-Auktionsplattform

www.dein-vendo.de

Auf Dein Vendo soll Schönes, Kurioses, Lustiges, auf jeden Fall Werthaltiges, – kurz: alles, was zu schade ist, um weggeworfen zu werden – zugunsten des PGS Lernfonds ver- und ersteigert werden: der Kerzenleuchter, der nie zum Einsatz kam; der Ohrensessel des Erb-Onkels; der Rembrandt, der schon lange im Keller einstaubt, usw. – Kleidung und Lebensmittel natürlich nicht.

Die Auktionsplattform Dein Vendo wurde in einem Wahlpflichtkurs von 15 Schülern des 8./9. Jahrgangs zusammen mit Lehrer Thomas Burg und Kirchenkreissozialarbeiter Marco Spindler vom Diakonischen Werk Einbeck entwickelt.

Sie können Dein Vendo unterstützen! Wie?

  1. Ganz einfach: Spenden Sie uns „Dinge“, die wir auf Dein Vendo für den PGS Lernfonds versteigern können! Das eingenommene Geld fließt zu 100% in die Familienförderungen des PGS Lernfonds.
    Ab sofort können alle Sachspenden für Dein Vendo in der Zeit von 8-12.30 Uhr in der PGS im Verwaltungsgebäude bei Frau Stahlmann abgegeben werden.

    (Zum weiteren Verfahren: www.dein-vendo.de.)
  2. Die zweite Möglichkeit, uns zu unterstützen: Ab dem 04.12.17 auf Dein Vendo anmelden und kräftig mitbieten, d.h. etwas für den guten Zweck und zur eigenen Freude ersteigern!

Wie auch immer Sie DEIN VENDO unterstützen: Ihr Engagement dient dem PGS LERNFONDS, der Schülerinnen und Schülern unserer Schule viele Möglichkeiten eröffnet, die ihnen aufgrund der Einkommenslage ihrer Familien ohne Unterstützung durch den PGS LERNFONDS erschwert oder gar verwehrt wären.
Es grüßen herzlich Die 15 Schüler
des Wahlpflichtkurses
und natürlich: das PGS LERNFONDS-TEAM






Neuer Vorsitzender des Ehemaligenvereins Harald Janetzke-Polaschke





Verschollener Grabstein von Dr. Heinz Petzold wiederentdeckt

Durch erfolgreiche Recherchen des bisherigen Vorsitzenden Rolf- Erich Wandhoff wurde der vor Jahren vom Friedhof in Dassel abgeräumte Grabstein des ersten Schulleiters Dr. Heinz Petzold bei einem Landschaftsgartenbetrieb in Markoldendorf wieder entdeckt.
Hilfreich waren dabei Hinweise vom Sohn Dr. Peter Petzold, Weener/Leer.

Nun befindet sich das Grabkreuz mit einer Erläuterungstafel an der Pergola der PGS neben dem historischen barocken Epitaph.
Sie weist zugleich auf den Gründer der PGS, Pastor Frese, hin.




Das Grabkreuz ist eines der 5 Teile der aus Solling-Sandstein gefertigten ursprünglichen Grabanlage der Eheleute Petzold. Der mit deren beschriftete „Hauptstein“ ist auf den Friedhof in Dassel zurückgebracht worden und befindet sich links des Weges zur Friedhofskapelle auf einer „Altstein-Ablage“ zusammen mit anderen, zum Teil historischen Grabmälern.


„Herr –wohin sollen wir gehen – Du hast Worte des ewigen Lebens“
steht auf der Grabstele der Eheleute Dr. Petzold




Harald Janetzke, - Sabine Fischer geb. Liebich, - „Dackel“ Heraeus, - Volker Hardt,
Beate Kleuser geb. Mittendorf, - Gabi Schridde, geb. Mittendorf vor dem Grabkreuz.

Internat weiter unterbelegt


Wie zu erwarten hat der Verein im Schuljahr 16/17 ein Minus von 171.537 EUR gemacht (Vorjahr 51.879). Die Rücklagen sind damit aufgebraucht.

Für das laufende Schuljahr sieht es besser aus, da die Internatsgebühr von 1.100 € auf 1.370 € mtl. erhöht wurde. 30 Schüler im Jahresschnitt (Jahresschnitt 16/17: 33,6 Schüler) würden zu einem positiven Jahresergebnis führen, da inzwischen auch neu mit dem Jugendamt verhandelt werden konnte und deren Zahlungen an die allgemeinen Gebühren angepasst wurden

Es sind z.Zt. 29 Schüler, (15 PGS, 14 RvD, davon sind 18 privat, 11 vom Jugendamt), wobei Ziel bleibt, dass Jugendamtsjugendliche nicht mehr als ein Drittel sein sollen. (Anm: Man kann darüber streiten, ob ein Verzicht auf die Schüler vom Jugendamt nicht besser wäre.)
Gegenwärtig stellt sich die Diskussion nicht, da auf das Jugendamt nicht verzichtet werden kann. Leider hat das Jugendamt Northeim auch keine alleinstehenden minderjährigen Geflüchteten geschickt.

2018 gibt es automatisch eine weitere Erhöhung der Gebühren um 2 %.
Der Internatsleiter, Herr Henne-Wellner, wird auf Anregung des Bürgermeisters das Pasch-Konzept aufnehmen. Da ist die Unterbringung von ausländischen Jugendlichen durch das Goetheinstitut während der Sommerferien.

Freitag, 17. März 2017

Der frühere Schulpastor und Erzieher GERHARD EDZARD RIESE mit 80 Jahren verstorben

Am 28. Dezember 2016 verstarb nach einer schweren Erkrankung, die ihn an den Rollstuhl fesselte, der frühere Schul- und Gemeindepfarrer GERHARD EDZARD RIESE in seiner Heimatstadt Rotenburg/Wümme. Etliche werden sich erinnern, dass er – als Nachfolger von Pastor Dr. Schwager – von ca. 1967 bis 1970  auch als Erzieher im Internat tätig war und in „Heim I“ wohnte. Sein Religionsunterricht in allen Klassenstufen hatte hohen geistigen Anspruch.
Nach seiner Zeit in Dassel wurde er zunächst Gemeindepfarrer in Uelzen, wo er auch seine Frau kennenlernte; dann wechselte er nach Moordorf in Ostfriesland.

Sonntag, 14. August 2016

Besuch der alten Dame: PGS

Am 8. September 2016 begeht die PGS im Paulinum um 18: 00 Uhr offiziell das 70. Bestehen mit Ansprachen und Darbietungen der Schüler. Interessenten willkommen!


Sehr geehrte Damen und Herren,

die PGS wird 70 - ein tolles Alter! Wir möchten kein Jahrzehnt missen. Die Erfahrungen der Jahre haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind: Ein modernes Gymnasium mit einem vielseitigen Angebot. Nicht zuletzt ist es auch Ihrer Unterstützung, Ihrem Wohlwollen und Ihrer Tatkraft zu verdanken, dass wir in der Region so gut aufgestellt sind, zahlreiche Kooperationspartner haben und den Schülern viele Extras bieten können.

Wir möchten die Freude über unser Jubiläum und all das, was die Schule erreicht hat, mit Ihnen teilen und laden Sie herzlich zu unserem Festakt am 08.09.2016 um 18 Uhr in das Paulinum der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel ein.

Hinweisen möchten wir Sie auch auf die „Afterwork-Party“ am 02.09.2016, die ab 11 Uhr rund um unser Paulinum herum mit der ganzen Schulgemeinde (Schüler, Eltern, Lehrer, Mitarbeiter) gefeiert wird sowie auf das Jubiläumskonzert „Adiemus“ am 23.09.2016 (Aufführungen in der Paula um 17 Uhr und um 19 Uhr). Hierzu sind Sie ebenfalls herzlich eingeladen.

Wir freuen uns auf Sie.

Herzliche Grüße

Gerhard Wittkugel und Monika Fahrenbach
Zudem wird am 23. September 2016 um 17:00 Uhr und nochmals um 19:00 Uhr das Jubiläumskonzert "Adiemus" aufgeführt, zudem ebenfalls Ehemalige als Gäste willkommen sind.

Montag, 8. August 2016

Neue Internetseite

Der Ehemaligenverein hat eine neue Internetseite. Sie ist nicht nur übersichtlicher, sondern nun können alle Beiträge von euch kommentiert werden.  Klickt dazu einfach unter den jeweiligen Beitrag auf die Kommentar-Leiste.

So sieht die Kommentar-Leiste aus. Sie ist unter jedem Post.


Wir freuen uns auf eure Beiträge.

Sonntag, 31. Juli 2016

70. Schuljubiläum - aktuelle Schulchronik

Am Donnerstag, den 08. September um 18.00 Uhr begeht die PGS im "Paulinum" ihr 70tes Bestehen.
Zu diesem Anlass erscheint Ende August eine 150seitige Schulchronik von 1946 bis 2016 mit 300 Fotos. Diese kann bestellt werden bei
Michael Heraeus
Auf dem Berge 7
37574 Einbeck

Tel. 05561 - 815 00
Mail: mheraeus@web.de

Die voraussichtlichen Kosten betragen 15,- € zzgl. Versandt. 

Nächstes Ehemaligen-Treffen

Freitag, den 1. September bis Sonntag, den 3. September 2017 in Dassel

Anmeldung bis Pfingsten  2017 (wenigstens, wenn ÜN gewünscht).

geplant:Übernachtung im Hotel "SOLLINGHÖHE" in Silberborn (Haus Solling - CVJM-Heim in Dassel steht wegen Flüchtlingsausnahme nicht zur Verfügung).



FREITAG, den 1. September 2017: 
Besichtigung des Weltkulturerbes "Schloß Corvey" bei Höxter (1 /4 Std Fahrt von Silberborn), Westwerk der Kirche aus der Karolinger Zeit, Bibliothek, Grabmahl v. Hoffmann von Fallersleben ("Deutschlandlied") - Treffen:14:45 Uhr Eingang Bibliothek

SAMSTAG, den 2. September 2017: 
10:30 Uhr Techn. Museum Blankschmiede in Dassel, Teichplatz 2. anschließend Museum der Grafschaft Dassel gleich nebenan 14:00 Uhr PGS -Präsentation der Schule, Mitgliederversammlung.

Abendessen im Hotel "SOLLINGHÖHE" in Silberborn.

SONNTAG, den 3. September 2017:
11:00 Uhr:  traditioneller Gottesdienst und Ausklang in der Histor. Wassermühle Hunnesrück

Samstag, 30. Juli 2016

Dramatischer Rückgang der Anzahl der Internatsschüler

Dramatischer Rückgang der Anzahl der Internatsschüler – nur wenige von ihnen gehen noch zur PGS. Im September 2014 fand eine Sitzung des Beirats des Internats statt. Angesichts des Rückgangs der Internatsschüler auf die dramatische Zahl von nur 27 (von denen mehrheitlich die Schüler nicht auf die PGS gehen) und einem Defizit für das anstehende Haushaltsjahr von mehr als eine halbe Million €  waren harte Einschnitte einerseits und verstärkte Akquise andererseits angesagt.

Ergebnis: Personalkürzungen (Küche und Reinigung werden extern vergeben, das pädagogische Personal gekürzt).
Ferner verstärkte Aktivitäten zur Schülergewinnung:

  1. Es wird die EURO-Internatsberatung beauftragt, Schüler zu vermitteln
  2. Die Südniedersachsenstiftung, eine Arbeitgebervereinigung zur Integrierung von ausländischen Fachkräften, könnte junge Kräfte schicken für Deutschunterricht
  3. Sprachkurse des Göttinger Goetheinstituts könnte das Heim in den Ferienzeiten füllen
  4. Die Ferienbetreuung PASCH wird verstärkt fortgesetzt. Pasch ist ein internationaler Schüleraustausch, finanziert vom Bund.
  5. Bessere Google-Suche, gerade durch den Begriff Oberschule *)

*) dreiviertel der bisherigen Internatsschüler gehen auf die Rainald-von-Dassel - Schule !

Die Zukunft von Internat und Schule liegt darin, auch ausländische Schüler zu gewinnen, da die deutschen Schülerzahlen deutlich zurückgehen. Übrigens muss auch die Internatsausstattung (Mobiliar) erneuert werden. Das Internat braucht also zugleich einen Investitionsschub.

Wir werden auf der nächsten Mitgliederversammlung über unser Verhältnis zum Internat diskutieren müssen, denn es ist kein PGS-Internat. Auch die Zunahme von ausländischen Schülern brächte neue Herausforderungen für uns.

Herr Otto Rolf begeht am 8. April 2014 seinen 90. Geburtstag !



Otto Rolf mit 89 Jahren - 2013
Herr Otto Rolf - langjähriger Verwaltungsleiter der PGS - (1954 -1987) begeht am 8. April 2014 seinen 90. Geburtstag !
Dem sehr rüstigen Jubilar gelten unsere besonderen Glückwünsche!Sicher würde sich Herr Rolf freuen, wenn ihn Glückwünsche Ehemaliger erreichen, die ihn noch kennen:
Mozartstr. 10
37586 Dassel
Bei seiner Verabschiedung am 1. Mai 1987 wurde nochmals unterstrichen, dass "Otto Rolf nicht nur das volle Vertrauen von drei Schulleitern besaß, sondern auch ein besonderes Talent hatte, mit jungen Menschen umzugehen.
Besonders aber zeichnete Otto Rolf seine aufrichtige Haltung, seine menschliche Grundeinstellung, sein unermüdlicher Fleiß und seine Gewissenhaftigkeit aus!"

Mehr über Otto Rolf im Jahrbuch der PGS 2013!

Landrat Rüdiger Butte, Abi-Jahrgang der PGS 1968 ermordet

Diese erschütternde Nachricht Ende April 2013 über den Tod des Hamelner Landrats, der 2 Jahre vor seiner Zuruhesetzung von einem 74 jährigen "Waffennarr",
(der vor seiner "Zwangsräumung" stand) in seinem Dienstzimmer mit einem Revolver getötet wurde, hat bundesweites Aufsehen ausgelöst.
Seiner Familie gilt unser besonderes Mitgefühl.

OStD a. D. Wolfgang Schubert ist am 29.12.2012 mit 91 1/2 Jahren verstorben.

Er wurde an der Seite seiner Frau in Mackensen beigesetzt.
Vor seiner Zeit als Schulleiter in Bad Sachsa am Pädagogium (1965 -1980) war er an der PGS 11 Jahre von 1954 -1965 Erzieher und äußerst erfolgreicher und beliebter Deutsch-, Sport- und Tanzstunden-Lehrer.  Im Jahrbuch der PGS 2011 ist auf S. 39 sein Wirken ausführlicher dargestellt.


Eine Pastoren-Legende wurde 70 J.: Pastor i. R. H. Sassenberg

Der konzertant geprägte Festgottesdienst in der St. Andreas Kirche war an diesem Ostermontag die feierliche Vorstufe zum anschließenden Empfang im Gemeindehaus anlässlich des 70. Geburtstages von Pastor i. R. Helmut Sassenberg Rappelvoll wurde es dann auch, denn alle waren sie gekommen um der ebenso beliebten, wie geschätzten und geachteten Bad Lauterberger „Pastorenlegende“ 
zu gratulieren. 

„Sein“ Männergesangverein Harmonie aus Osterhagen, dem er seit vielen Jahren als Chorleiter zur Seite steht, wie auch der St. Andreas-Posaunenchor, in dem er die Tuba bläst, machten ihm musikalisch ihre Aufwartung – die Sänger natürlich unter seinem Dirigat. 
Viele Hände gab es an diesem Tag für den Jubilar zu schütteln und auch das eine oder andere Küsschen wurde verteilt. Die Gratulanten hatten alle seinem Wunsch, statt Geschenken eine Spende für die „Stiftung St. Andreas“ einzuzahlen, entsprochen. Sassenbergs Pastorenkollege, Dr. Friedrich Seven, hatte sich mit seinem anspruchsvollen Gedicht: "Ganz Grubenhagen (Kirchenkreis Harzer Land) gratuliert Helmut, der heut 70 wird", etwas höchst Amüsantes einfallen lassen. 
Pastorin Alexandra Ziemer konnte in ihrer Gratulationsrede bereits eingegangene Spenden i. H. von 2.800,- Euro bekanntgeben. Die Geburtstagsspenden hätten damit dafür gesorgt, dass der Gesamt-Stiftungsbetrag die Summe von 150.000,-  Euro überschritten habe. Doch Helmut Sassenberg wäre nicht er, wenn er seinen Dank für alles, was sein Leben bisher bestimmte, nicht zu allererst an seinen Schöpfer richten würde. Er ist der Überzeugung, dass der Mensch sich die besondere Qualität seines
Menschseins nicht selbst schafft, sondern vom Schöpfer selbst qualifiziert und beauftragt wird. Seine Dankbarkeit richtete sich dann aber auch an alle Gäste, die gekommen waren, um seinen Geburtstag mit ihm zu feiern. Großer Dank ging aber auch an seine Familie, die immer hinter ihm stand – 
allen voran seine Frau Hanna. Bei einer leckeren Köhlersuppe und einem Bierchen oder einem Gläschen Sekt hatten alle dann noch reichlich Gelegenheit nett miteinander zu plauschen. 

Wer sich der Seelsorge hat verschrieben - 
mit all seiner Kraft für Menschen lebt - 
von Terminen oftmals wird getrieben - 
die Gesundheit hinten an dann steht. 
Sein Gottvertrauen im Gebet - 
schon viele Schläge hat verdaut - 
der Glaube nie vorübergeht - 
dankbar er zum Himmel schaut. 
Die Musik ist ein Genesungs - Sender - 
gibt in der Notensprache Zeichen vor - 
lento - langsam 
adagio - ruhig 
moderato - gemäßigt 
dies sind gute Therapienspender - 
die wünscht dir dein Chor! 
Mögen unsere Stimmen - 
noch lange mit dir klingen.           

Gedicht von Edgar Eislöffel (MGV Harmonie)

Wolfgang Schubert wird 90

Wolfgang Schubert und Frau, Dassel 1959

Am 29. Juli 2011 begeht der frühere beliebte Deutsch- und Sportlehrer   Wolfgang Schubert    in seinem Zuhause Im Wiesengrund 12, 37441 Bad Sachsa seinen 90. Geburtstag.

 Der Ehemaligenverein gratuliert ihm von Herzen!

Im Jahrbuch 2011 (S. 19) wurde näher über ihn berichtet werden.


Fotos von der Einweihung des "Paulinums" am 4. Juli 2011


 Die bislang in der ehemaligen Reinhald von Dassel-Realschule untergebrachte Unterstufe freut sich nun auf den Bezug neuer lichtdurchfluteter Schulräume.

Schulleiter Gerhardt Wittkugel 




Internetradio der PGS am 13. u. 27. Januar 2011

Zwei Stunden für eine Begrüßung? Was eigentlich ein paar Sekunden dauert, uns täglich problemlos über die Lippen geht, kann doch sehr langwierig, aber auch interessant sein. Das konnten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a in ihren ersten Stunden des Internetradioprojektes feststellen. Die richtige Musik, das richtige Sprechtempo, die Lautstärke und vieles mehr muss berücksichtigt werden, wenn es im Internetradio gesendet werden soll. Mit Hilfe des Programms Audacity wollen die Sechstklässler in weiteren Stunden eine Radioproduktion erstellen. Seid gespannt – wir sind es auch ;-).
Anm.: Schon in den 60 er Jahren gab es ein "INTERNATS-RADIO" (nicht Internet-Radio) - aber illegal betrieben durch Urs G. ("Pielchen")

Der Schulleiter der PGS Gerhard Wittkugel mal ganz anders:

Am 29. Oktober 2010 fand an der PGS eine Kabarett-Darbietung für die Partner-Schule in KENIA in der Aula der PGS mit besonderen Künstlern statt.
 Der Schulleiter mal ganz anders: Kabarett über das Leben bietet Herr Wittkugel mit seinem Bühnenpartner Matthias Schlüter, der an der Schule schon durch zwei Workshops zum Improvisationstheater aufgefallen ist. Im Programm schlagen sich verschiedene Typen, zumeist Prachtexemplare von Männern, durch das Leben und oft hart auf. Lachen und die Erkenntnis, dass das alles gar nicht so weit ab vom eigenen Leben ist liegen eng beieinander: Ein Tanz auf dem schmalen Grad zwischen Spaß und Sinnkrise. Musikalisch swingt der Abend zwischen Tangos von Zarah Leander, Mozart und den Beatles aber nichts bleibt, wie es mal war. Unsere Partnerschule in Kenia braucht dringend ein neues Unterrichtsgebäude, gebaut wird nach Kassenlage: jeder Sack Zement muss beschafft und finanziert werden, jeder Hunderter hilft. Mindestens 1000 € sollen an dem Abend in die Kasse kommen, jeder Euro geht direkt nach Kenia, die Unkosten tragen alle Akteure selbst.

Besuch aus Kenia am 27. August 2010

Ab Samstag den 28. August haben wir wieder für drei Wochen Gäste aus Kenia bei uns. Die sechs Schülerinnen der Goibei-Girls-High-School werden begleitet von Herrn Barasa, den viele von den letzten Besuchen schon kennen, von seiner Frau Violet und von der Lehrerin Margret Misigo. Die Besucher werden einige Tage in der Schule sein und dort verschiedene Klassen besuchen. Daneben gibt es aber auch ein reichhaltiges Programm mit vielen Informationsfahrten und Besichtigungen. Ein Höhepunkt wird sicherlich ein dreitägiger Theaterworkshop in Fürstenberg, bei dem deutsche und kenianische Schülerinnen gemeinsam ein Theaterstück erarbeiten. Wir sagen den Besuchern herzlich willkommen und hoffen, dass sie überall freundlich aufgenommen werden. Sie werden übrigens gerne auch einfach auf dem Schulhof oder im Lehrerzimmer angesprochen.

EVANGELISCHE KIRCHE MELDET WEITERE MISSBRAUCHSFÄLLE



Drei Opfer waren Internatsschüler, vier weitere wurde in niedersächsischen Gemeinden missbraucht oder belästigt: Die evangelische Landeskirche Hannover hat bislang unbekannte Missbrauchsfälle öffentlich gemacht. Nicht alle Taten sind verjährt.

Hannover - Die evangelische Landeskirche hat eigenen Angaben zufolge sieben Verdachtsfälle wegen sexuellen Missbrauchs, sexueller Belästigung und körperlicher Gewalt ermittelt. In drei Fällen handele es sich um ehemalige Schüler des damals kirchlichen Internats der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel, sagte ein Kirchensprecher.


Zwei der Schüler seien von einem Lehrer sexuell missbraucht worden. Ein weiterer sei von einem Erzieher körperlich misshandelt worden, sagte Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track. Die Fälle stammen aus den sechziger und siebziger Jahren und sind damit strafrechtlich verjährt. Die Landeskirche habe jedoch disziplinarrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Das Internat war von 1947 bis 2007 in Trägerschaft der Landeskirche.

Vier weitere Fälle sollen sich in niedersächsischen Kirchengemeinden ereignet haben. Zwei Pastoren und ein Diakon sollen zwei Mädchen und einen Jungen im Jugendalter missbraucht haben. Die Fälle ständen nicht miteinander in Verbindung und datierten aus der Zeit zwischen den sechziger und achtziger Jahren.

Zudem sei eine erwachsene Frau in diesem Jahrzehnt über einen längeren Zeitraum hinweg von einem Pastor sexuell belästigt worden.

Er wolle das Thema Missbrauch so "offen und transparent wie möglich" angehen, sagte der stellvertretende Landesbischof Hans-Hermann Jantzen. Es sei nicht auszuschließen, dass sich weitere Taten ereignet hätten. Die Landeskirche hat daher eine Hotline (0511-1241477, täglich 9 bis 21 Uhr) eingerichtet, bei der sich Betroffene anonym beraten lassen können.

Dramatischer Rückgang der Anzahl der Internatsschüler – nur wenige von ihnen gehen noch zur PGS.

Im September 2014 fand eine Sitzung des Beirats des Internats statt. Angesichts des Rückgangs der Internatsschüler auf die dramatische Zahl von nur 27 (von denen mehrheitlich die Schüler nicht auf die PGS gehen) und einem Defizit für das anstehende Haushaltsjahr von mehr als eine halbe Million €  waren harte Einschnitte einerseits und verstärkte Akquise andererseits angesagt.

Ergebnis: Personalkürzungen (Küche und Reinigung werden extern vergeben, das pädagogische Personal gekürzt).
Ferner verstärkte Aktivitäten zur Schülergewinnung:

  1. Es wird die EURO-Internatsberatung beauftragt, Schüler zu vermitteln
  2. Die Südniedersachsenstiftung, eine Arbeitgebervereinigung zur Integrierung von ausländischen Fachkräften, könnte junge Kräfte schicken für Deutschunterricht
  3. Sprachkurse des Göttinger Goetheinstituts könnte das Heim in den Ferienzeiten füllen
  4. Die Ferienbetreuung PASCH wird verstärkt fortgesetzt. Pasch ist ein internationaler Schüleraustausch, finanziert vom Bund.
  5. Bessere Google-Suche, gerade durch den Begriff Oberschule *)

*) dreiviertel der bisherigen Internatsschüler gehen auf die Rainald-von-Dassel - Schule !

Die Zukunft von Internat und Schule liegt darin, auch ausländische Schüler zu gewinnen, da die deutschen Schülerzahlen deutlich zurückgehen. Übrigens muss auch die Internatsausstattung (Mobiliar) erneuert werden. Das Internat braucht also zugleich einen Investitionsschub.

Wir werden auf der nächsten Mitgliederversammlung über unser Verhältnis zum Internat diskutieren müssen, denn es ist kein PGS-Internat. Auch die Zunahme von ausländischen Schülern brächte neue Herausforderungen für uns.

Samstag, 8. August 2015

Studiendirektor a. D. Heinz Mittag im September 2010 verstorben

Im September 2010 verstarb mit 85 Jahren in seiner Heimatstadt Cuxhaven der frühere Mathe-und Physiklehrer Heinz Mittag. Hierhin war er nach langer Tätigkeit an der PGS in den 50er und 60 er Jahren übergewechselt und wurde dort stellvertretender Schulleiter. Viele werden ihn noch in seinem weißen Kittel im Unterricht oder der Pausenaufsicht vor ihrem geistigen Augen haben. Manch einer wurde von ihm zum systematischen Lernen herangeführt; viele haben von ihm profiert, etliche jedoch ihn auch gefürchtet. Bekannt war er dabei für seine knappen Inhaltsabfragen der voran gegangenen Stunde. Auf den letzten Ehemaligentreffen in Dassel – so auch 2009 – war er treuer Gast, dessen wacher Geist trotz des fortgeschrittenen Alters beeindruckte.

Heinz Mittag 12.08.2010     (12.8.1925 -1.9.2010)
"Dankbarer Rückblick auf 85 Lebensjahre" von Heinz Mittag
"Am 12. August 1925 wurde ich in Reichenbach am Eulengebirge in Schlesien geboren.   Von 1955 bis 1971  war ich dann wieder Lehrer an einer Heimschule, nun in der Trägerschaft der evangelischen Landeskirche, der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel.
Von 1971-1973 pendelte ich anschließend zum Gymnasium nach Einbeck. Ab 1973 war ich dann Studiendirektor in Cuxhaven am Lichtenberg Gymnasium.
Von Ende 1956 bis September 1957 hatte meine Frau in Dassel meinen Mathematik-unterricht übernommen gehabt, als ich zwischenzeitlich als Referendar in Hannover eingesetzt war. Später unterrichtete sie wieder ab 1967 für 21 Jahre am Cuxhavener Gymnasium. Allerdings wurde schon 10 Jahre vor ihrem Ausscheiden aus dem Schuldienst eine Parkinson-Erkrankung festgestellt, deren Fortschreiten sie mit großer Energie und Erfolg 25 Jahre lang zu verlangsamen suchte, bis sie 2003 verstarb.
Unser eigenes Haus bezogen wir 1977 in Cuxhaven, wo wir dann als erstes Fest unsere Silberhochzeit gegangen, 2002 folgte die Goldene Hochzeit. 1983 heiratete Christian in Garching. Die beiden bekamen eine Tochter, eingerahmt von zwei Söhnen. In gleicher  Weise folgte in Cuxhaven 1986 Joachim. Seit dem 4. Juli dieses Jahres bin ich schließlich Urgroßvater.
So kann ich heute am 12. August 2010 dankbar auf gnädig geschenkte 85 Lebensjahre zurückschauen."
Anmerkung: Zwei Wochen später ist Heinz Mittag am 1. September 2010 verstorben.Ich kam in einem Gymnasium zur Welt, denn mein Vater besaß als dortiger Direktor eine Dienstwohnung. Das sollte aber in keiner Weise meine spätere Berufswahl bestimmen.       Im Gegenteil: als mein Vater 1937 in Liegnitz seines Amtes als Direktor enthoben und nach Breslau versetzt wurde, sagte er zu uns Kindern: "Seht Euch Euren Vater an; werdet bloß nicht Lehrer!" Mein 7 Jahre älteter Bruder fiel 1942 in Rußland, meine Schwester - 5 Jahre älter als ich - hatte das Apotheker-Vorexamen, als sie aus gesundheitlichen Gründen den angestrebten Beruf aufgeben musste und dann Lehrerin wurde. Ich wollte an sich Marine-Offizier werden und hatte es zum Kriegsende bis zum "Oberfähnrich zur See" gebracht. Nach dem Krieg habe ich dann mein Abitur in Lübeck nachgeholt unf bin danach "schwarz über die grüne Grenze" zu meinen Eltern nach Perleburg in der damals sowjetisch besetzte Zone gegangen. Von 1946 bis 1950 habe ich in Halle/Saale MATHEMATIK und PHYSIK studiert und wurde als Ausweichberuf nun doch Lehrer. In Halle habe ich auch meine Frau kennengelernt. Sie stammte aus dem pommerschen Schneidemühl. 1952 heirateten wir in Zeitz, wo ihre Eltern inzwischen wohnten. Dort wurde auch 1954 unsere Tochter Hannelore geboren, 1955 folgte Christian. Der Jüngste, Joachim, kam 1958 in Einbeck zur Welt.     Von 1951-55 war ich zunächst Lehrer an einer Heimschule in Roßleben an der Unstrut (mit einer 400-jährigen Schultradition)  und siedelte dann mit meiner Frau 1955 in den Westen über. Meine Frau hatter nach dem 2. Kind ihren Schuldienst aufgegeben. Der Wechsel in den Westen vollzug sich so, dass meine Frau mit einem Interzonenpaß, zwei Kindern und zwei Koffern zu den dortigen Großmüttern reiste, um vordergründig die Kinder vorzustellen; ich flog derweil von Berlin problemlos in den Westen nach nach Hannover.

HERAEUS-STIFTUNG FÖRDERT PGS-FORSCHERKLASSEN MIT 10.000 €

Fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Ehemaligenverein und Schule
Im Nachklang zu unserem letzten Ehemaligentreffen in Dassel, in dem die Schule uns u. a. die Eingangsprofile der Unterstufe „Laptop, Darstellendes Spiel und Forscher“ vorstellte ist es durch Vermittlung des 2. Vorsitzenden Michael Heraeus, Einbeck zu einer beachtlichen Spende durch die Wilhelm und Else Heraeus-Stiftung, Hanau gekommen: 10.000 € stellen sie für die Anschaffung von Laboratorien und Baukästen bereit. Die Stiftung gehört zu den renommiertesten deutschen Stiftungen auf dem Gebiet der Förderungen der Naturwissenschaften und unterstützt zusammen mit der Deutschen Physikalischen Gesellschaft auch innovative naturwissenschaftliche Schulprojekte.
Seit Sommer 2009 wird Schülern an der PGS in wöchentlichen Extrastunden die Möglichkeit geboten, Naturwissenschaft durch eigene Experimente zu erfahren.
Zu den Elementarbereichen Wasser und Luft gibt es Versuche drinnen und in der Natur, werden Hypothesen formuliert und überprüft, Modelle gebaut und unter Realbedingungen getestet, Daten ausgewertet und mit Computerunterstützung präsentiert! Dabei beträgt der Mädchenanteil immerhin 30 %.
Die Schulleitung hat auch die Ehemaligen insgesamt angesprochen, durch individuelle Spenden das Projekt voranzubringen: mit gutem Erfolg: Denn insgesamt sind in 2009/10 weitere rund 1.000 € von uns Ehemaligen aufgebracht worden. Damit knüpft der Ehemaligenverein an früheres Engagement an: nicht nur Fußballtore wurden so ermöglicht, sondern schon1999 wurde durch die beachtliche Spende von damals 14.000 DM aus dem Vermögen des Ehemaligenverein ein zweiter Computerraum an der PGS mit 11 Geräten für 22 Arbeitsplätze realisiert! Damit waren insgesamt 52 Computerarbeitsplätze geschaffen, die in den letzten 10 Jahren den Schülern gute Dienste geleistet haben.

DIE ALTE VILLA IM PARK (1929 -2010)

Die alte Villa im Park existiert nicht mehr: Das „Überbleibsel“ aus den Tagen, als es ursprünglich als „Fabrikanten-Wohnsitz“ des Eigentümers der ehemaligen Ruwo-Werke (siehe Foto von ca, 1954), beherbergte ab Mitte der 50ger Jahre bis zum Neubau des Mädchenheimes in 1959 die Mädchen, -Sehnsuchtsort so manchen heranreifenden Internatlers-. Zugleich war es Wohnsitz des Hausmeisters „Opa Nill“. In 2010 musste die „alte Villa“ dem Neubau eines Schulerweiterungstraktes Platz machen. Damit wurde ein schon länger verfolgtes Ziel realisiert, die in die „Reinald-von-Dassel-Realschule" ausgelagerte Unterstufen-Klassen durch einen Neubau an dieser Stelle wieder auf das Schulgelände zurückzuführen. Das macht Sinn, denn Lehrer wie Schüler mussten zwischen den zwei Schulorten hin und herpendeln.

Einen Wunsch hat die Schule dann noch offen: im Park ein schlichtes „Andachtsgebäude“ – mit einer verglasten Wand zum alten Baumbestand der Villa hin – zu errichten. Ob dieses – eventuell unter Einsatz von Eigenhilfe – realisiert werden kann, wird zur Zeit (Mitte 2010) geprüft.

Donnerstag, 30. Juli 2015

GRUNDSTEINLEGUNG FÜR EIN NEUES SCHULGEBÄUDE

Schulleiter Gerhard Wittkugel griff zur Kelle: Bei der Grundsteinlegung eingemauert wurden, geschützt in einer Kapsel, Baupläne, eine aktuelle Ausgabe der Einbecker Morgenpost, das PGS-Jahrbuch und Euro Münzen. Jetzt konnte die Paul-Gerhardt-Schule den Grundstein für ihren Neubau legen, und dafür versammelten sich die rund 850 Schüler zu einem Gottesdienst auf der frisch gegossenen Betonbodenplatte. Der Gottesdienst stand unter dem Motto »Keiner kann ein besseres Fundament abgeben als Jesus Christus selbst«. Dassel (sts). Das Schulwerk der evangelischen Landeskirche errichtet in unmittelbarer Nachbarschaft zu den bestehenden Schulgebäuden auf dem Grundstück der ehemaligen Direktorenvilla einen Neubau mit acht Klassen- und zwei Fachunterrichtsräumen. Der Neubau setze als Eingangsgebäude sicherlich ein prägnantes Zeichen, erklärte Architekt Hans-Jochen Schwieger. Der zweigeschossige Baukörper mit einer Nutzfläche von 1.260 Quadratmetern schmiegt sich so in den Hang, dass von der Schule die Anmutung eines eingeschossigen Gebäudes besteht. Dadurch ist es möglich, beide Geschosse ebenerdig zu erschließen. Den Kern des Gebäudes bildet ein überhöhter, von Tageslicht durchfluteter Mittelteil, der im Erdgeschoss die Eingangs- beziehungsweise Veranstaltungshalle und im Sockelgeschoss die Pausenhalle beherbergt. In den zwei beidseitig daran angefügten, massiven Gebäudeteilen befinden sich die Klassenzimmer, Gruppen- und Fachunterrichtsräume. Durch die Nord-Süd-Orientierung des Gebäudes erhalten die Klassenräume große Fensterflächen nach Osten und Westen für optimale Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse. Die Eingangshalle im Erdgeschoss, die auch als Mehrzwecksaal für Schulveranstaltungen genutzt werden kann, ist mit einem abtrennbaren Bühnenbereich ausgestattet. Von der Pausenhalle im Sockelgeschoss gelangen die Schüler direkt zum neu angelegten Pausenhof mit Spielplatz, offenem Klassenzimmer und Schülergärten. Das Zusammenspiel von ausgewählten natürlichen, robusten Materialien und Farben soll Schülern und Lehrern eine angenehme Lern- ¬und Arbeitsatmosphäre geben. Die Gesamtbaukosten liegen bei 3,2 Millionen Euro. Während der Projektwoche hatten sich die Schüler mit der Grundsteinlegung befasst. Das erste Zwiegespräch der Schüler drehte sich dann auch um den Hausbau auf festem Grund. In Musik und Fürbitten kam Dankbarkeit für den Neubau zum Ausdruck. Und auch Schulleiter Gerhard Wittkugel äußerte bei der Grundsteinlegung die Hoffnung, dass sich alle in dem neuen Haus wohlfühlen werden. Jeder Mensch, das wurde deutlich, brauche eine Basis, die ihn hält. Das können beispielsweise Familien oder Freunde sein: Keiner kann ein besseres Fundament sein als Jesus Christus. Bernd Niss, Geschäftsführer des Schulwerks, betonte, dass man einen Gottesdienst auf einer Bodenplatte nicht alle Tage erlebe. Hier verbinde sich das Gewohnte mit dem Besonderen und gebe Gelegenheit zum Nachdenken: Wie bauen die Menschen ihr Leben, und welche Bedeutung hat Gott dabei? Bis es zum Bau komme, liege ein weiter Weg hinter den Beteiligten. Beispiel sei der Bauplan, der verdeutlicht, dass viele Menschen gemeinsam ein Ziel verfolgt haben. Als zweites Symbol nannte Niss den Bauhelm, der den Kopf schützt. Der Helm könne auch Symbol für den Segen Gottes sein, auf dem Haus solle sein Segen liegen und schützen vor Gefahren. Beim Bau eines Hauses für die Schule müssten Viele mitbauen. Es brauche einen festen Grund. Auch die Kirche sei gebaut aus lebendigen Steinen, den Menschen. Beim Bau komme zudem ein Lot zum Einsatz, das von oben nach unten funktioniert, obwohl von unten nach oben gebaut wird. Die Menschen könnten sich aufrichten an Gott, und es werde deutlich, dass er sein Haus mit den Menschen teile. Architekt Schwieger hob hervor, dass die Planungszeit länger gewesen sei als nun die Bauzeit. In die Kapsel für den Grundstein gesteckt wurden Baupläne, die aktuelle Einbecker Morgenpost, das PGS-Jahrbuch und Euro-Münzen. Das Einmauern der Dokumente, so Schwieger, habe einen Sinn. Man geht davon aus, dass Häuser Jahrhunderte überdauern. Sollten sie doch zerfallen und finde man die Rolle, könne man sie wiederaufbauen. Jeder Schüler erhielt einen Stein, um am Haus mitzubauen. Denn jeder mit seinen Ecken und Kanten trage dazu bei, dass die Paul-Gerhardt-Schule so ist, wie sie ist. Und sie ist »gut«, stellten die Schüler fest.